CDU Schwarzwald-Baar

CDU im Kreis feiert 70. Geburtstag

Zurecht anstoßen auf 70 bewegte und erfolgreiche Jahre durften die vielen Gäste beim Festakt zum runden Geburtstag der CDU im Schwarzwald-Baar-Kreis.
Im katholischen Pfarrsaal Furtwangen versammelten sich neben Mitgliedern, Weggefährten früherer Tage, Orts-, beziehungsweise Stadtverbandsvorsitzenden, auch der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei, der Kreisvorsitzende und Europaabgeordnete Andreas Schwab sowie der Landtagsabgeordnete Karl Rombach. Viel Applaus bei der Begrüßung erhielten auch der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel, der frühere Staatssekretär Hansjörg Häfele und der langjährige Kreisvorsitzende Klaus Panther.

 

Andreas Schwab erinnerte zum Auftakt der Veranstaltung an die christlichen Wurzeln der CDU als Wertebasis der Partei. Der Kreisvorsitzende ging auf die Gründung in der Münster-Pfarrei in Villingen als, zu der Zeit noch als Badisch Christlich-Soziale Volkspartei, einem regionalen Vorläufer der heutigen CDU. Damals ging es noch viel mehr um Glaube, Kirche und Frömmigkeit, als um Politik, so Schwab. Von Anfang an jedoch war die CDU eine Bewegung, die sich in allen Bereichen des ländlichen Raums und allen gesellschaftlichen Schichten ausbreitete, informierte der Kreisvorsitzende. Improvisieren war damals angesagt und so suchten die Gründer auch nach unkonventionellen Lösungen und trafen sich auch mal im Bienenstand. Von Anfang sei die CDU eine Volkspartei gewesen. Schwab rief dazu auf, zukunftsgerichtet an die Pionierleistungen von damals anzuknüpfen. Lassen Sie uns heute und in Zukunft, geerdet auf unserem christilichen Wertefundament, ebenso mutig und entschlosssen Verantwortung für unser Land übernehmen, wie es Hans Schlöder, Friedrich Kreutzer oder Elisabeth Rothweiler vor 70 Jahren getan haben.

 

Mit einem Blick von außen, wie er selbst sagte, beleuchtete der Jesuitenpater Klaus Mertes das Cim Parteinamen. In der aktuellen Wendezeitstehe der Buchstabe für die Überwindung der konfessionellen Gegensätze, Solidarität und Subsidiarität. Respekt vor der Würde der Person, auch dafür stehe jenes C. Der Leiter des Kollegs St. Blasien forderte in Sachen Schulbildung mehr Inhalte und weniger Strukturdebatten. Nach seiner Ansicht würden mehr Freiräume zum selbständigen Denken die Entwicklung von Kindern und Jugendlicher fördern.

Der langjährige Wahlkreisabgeordnete und ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel erinnerte daran, dass die CDU als Partei für beide Konfessionen gegründet wurde. Als entscheidende Punkte nannte er die Verankerung im christlichen Glauben und die Solidarität mit den Schwachen. Erwin Teufel wünschte sich, dass die Gründungsgeschichte und deren Wertebasis auch heute noch eine Rolle spielen sollten, wenn es darum gehe, Grundsatzprogramme zu verfassen oder auch in der täglichen Politik. Es darf auch etwas übrig bleiben vom Geist der Gründer, so Teufel. Der Landtagsabgeordnete Karl Rombach forderte in seinen Grußworten nicht mehr, sondern weniger Staat. Das besonders im Hinblick auf die Familienpolitik. Der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei sprach sich für eine Besinnung auf die eigenen Werte aus, um die Völkerwanderung rund um Europazu bewältigen. Er sei stolz darauf, für die Partei arbeiten zu dürfen.

Wir sind eine junge und offene Volkspartei, sagte Andreas Schwab am Ende und erhielt dafür viel Beifall. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Sven Morutzan am Klavier und Kai Vollprecht am Marimbaphon. Mit vielen Gespräche sowie dem Austausch zahlreicher Erinnerungen und Geschichten klang der Abend aus.