„Villingen-Schwenningen und seine Hochschulen – zwischen Gleichgültigkeit und Euphorie“
Mit einer kurzen Vorstellung der Dualen Hochschule begann Rektor Jürgen Werner. Hier studieren derzeit 2450 Studierende. Durch die Verknüpfung Studium und Praxisausbildung ist die Duale Hochschule mit 950 dualen Partnern verbunden. Da es sich hierbei häufig um weltweit agierende Firmen handelt, ist die Stadt Villingen-Schwenningen indirekt auch in dieses globale Netz eingeschlossen. Die Nachfrage nach diesem Dualen Studium verlangt jetzt nach einer dringenden Erweiterung in der Schramberger Straße auf dem ehemaligen Klinikgelände mit einem Hörsaalgebäude.. Hier könnte die Stadt unterstützen, ohne selbst Geld in die Hand nehmen zu müssen, wenn die stadtplanerischen und baurechtlichen Vorarbeiten schnellstens erledigt würden.
Auch Rektor Rolf Schofer plagen räumliche Engpässe in der Hochschule Furtwangen University HFU. Dabei geht es um die Umnutzung der Karlschule, über die bereits seit 2008 gesprochen wird, sowie den von der Hochschule gewünschten Ersatzbau für das Beethovenhaus auf dem Jäckleareal. Hier sieht er eine Möglichkeit, solch eine städtische Halle als Audimax zu nutzen. Neidvoll listete Schofer Hochschulen in Gengenbach, Böblingen und Heilbronn auf, wo die Kommunen ihre Hochschulen aktiver unterstützen würden als dies in Villingen-Schwenningen der Fall sei.
Ohne Forderungen an die Stadt stellte Alexander Pick seine Hochschule für Polizei vor. Als einzige ihrer Art in Baden-Württemberg werde sie vom Land gut versorgt. Mit der Polizeireform im kommenden Jahr werde diese Hochschule sogar noch an Bedeutung gewinnen. Die anderen Podiumsteilnehmer betonten die wirtschaftliche Bedeutung der Hochschulen für die Stadt.
In der allgemeinen Diskussion, an der viele Studierende und auch Lehrende teilnahmen, wurde besonders beklagt, dass es in Villingen-Schwenningen keine Willkommenskultur für Studierende gebe. Wenn sie sich mit erstem Wohnsitz anmeldeten, würden andere Städte den Studenten ein Geschenk machen, was von einem Geldbetrag über ein Fahrrad ( in Karlsruhe ), von Freifahrtscheinen für den ÖPNV bis zu Gutscheinen von Handel und Gastronomie reiche.