Windkraft hautnah – getreu jenem Motto ergriffen zahlreiche Mitglieder des Bezirksverbandes der Jungen Union Südbaden vergangenen Samstag die Möglichkeit zur Besichtigung einer Windkraftanlage in der Nähe von Fürstenberg im Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Aktion erfolgte auf Einladung des Arbeitskreises Energie gemeinsam mit einem der Teilhaber der Anlage, Walter Keller, sowie mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der CDU Südbaden Andreas Jung

Nachdem Herr Keller den Parteimitgliedern eine umfangreiche Einführung in die Thematik der Windkraft, sowie in die wirtschaftlichen und technischen Umfänge der Anlage gegeben hatte, kam es auch zu einem regen Austausch über die politische Seite der Thematik. Andreas Jung MdB, Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirates und Mitglied des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages betonte hierbei, dass sich insbesondere die Junge Union Südbaden schon zu Anfangszeiten der Energiewende für eine Einführung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) eingesetzt hatte und sprach sich bei dieser Gelegenheit auch insbesondere für einen Ausbau der Windkraft in Baden - Württemberg mit Augenmaß im Hinblick auf Menschen und Umwelt aus. Darüber hinaus wies Jung auch auf die wirtschaftliche Bedeutung der Windkraft für Baden-Württemberg als Mittel zur Energiegewinnung mit hoher Wertschöpfungstiefe vor Ort hin. Die JU-Bezirksvorsitzende Maria-Lena Weiss pflichtete Jung bei. Für den weiteren Ausbau insbesondere der Onshore-Windenergie sprächen nicht zuletzt deren vergleichsweise niedrige Stromgestehungskosten, so Weiss. Ein großes Lob hatte Weiss zudem für die Organisatoren der Windkraftveranstaltung, Volker Kederer und Marco Vouk übrig.
Die Windkraftanlage, welche sich auf einer Anhöhe hinter der Ortschaft Fürstenberg befindet wurde im Jahr 2001 durch die Fürst-Wind GmbH & Co. KG errichtet. Die Zusammensetzung der Teilhaber der Betreibergesellschaft besteht sowohl aus privaten, sowie auch aus gewerblichen Investoren. Die Anlage selbst hat ohne Berücksichtigung der Flügelspannweite eine Höhe von 90 Metern und liefert eine durchschnittliche Energiemenge von bis zu ca. 1,7 bis 1,8 Kwh im Jahr, die in das örtliche Stromnetz miteingespeist werden.
Ein besonderes Highlight des Besuchs war die Möglichkeit zum Aufstieg in das Maschinenhaus der Windkraftanlage. Hierbei ließen sich sechs der Nachwuchspolitiker mit Gurtzeugs ausstatten und nahmen gemeinsam mit einem technischen Mitarbeiter der Betreibergesellschaft die Anstrengung eines Aufstiegs in 90 Meter Höhe mit Hilfe einer Leiter im Inneren des Turms der Anlage auf sich. Oben angekommen bestand nun nach einiger körperlicher Anstrengung die Möglichkeit einen Einblick in die Technik der Anlage zu bekommen und über eine Dachluke des Maschinenhauses die Aussicht über die Wälder des Schwarzwald-Baar Kreises zu genießen.